Projektwert im einstelligen Millionenbereich sichert Finanzierung der erfolgreichen Kampfmitteluntersuchung

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Für einen niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Etat untersuchte Rheinmetall Project Solutions GmbH im Sommer 2025 im Auftrag von Amprion Offshore Wrackteile eines historischen US-B-17-Bombers aus dem Zweiten Weltkrieg am DolWin4-Konverterstandort in der Nordsee. Mittels elektromagnetischer Sensorik kartierten die Ingenieure die Fundstelle bei 260 Metern Tiefe. Das Freispülen von rund 1,5 Metern Schlick ermöglichte den Zugang zur Bombenkammer, die als sprengstofffrei befunden wurde. US-Behörde DPAA begleitete das Vorhaben. Der Betrieb kann planmäßig starten.

Kampfmittelfreiheit ermöglicht nun zügigen Bau der DolWin4-Konverterplattform bis 2028

Im Sommer 2025 realisierte Rheinmetall Project Solutions GmbH im Auftrag der Amprion Offshore GmbH eine umfassende Kampfmitteluntersuchung an den Resten einer US-B-17 in 260 Metern Wassertiefe, rund 260 Meter von der DolWin4-Plattform entfernt. Mit einer Kombination aus elektromagnetischen Messverfahren und abschnittsweisem Freispülen kartierte das Team präzise das Wrack. Das Projekt mit einem Volumen im einstelligen Millionen-Euro-Bereich bildet die entscheidende Voraussetzung für den planmäßigen Baufortschritt der Offshore-Netzanbindung zur Energiewende.

Abschnittsweise Freispülen entfernt Schlick- und Sandschichten über historischem Wrack

Die operative Umsetzung begann mit einer präzisen Projektplanung, die Transportzeiten, Umweltschutzauflagen und Tauchbedingungen berücksichtigte. Anschließend kartierte ein hochauflösendes Elektromagnetometer das Wrack millimetergenau. Im zweiten Schritt spülten Teams die Sedimentschicht aus Schluff und Sand in kontrollierten Abschnitten bis zu 1,5 Meter ab. Für die Unterwasseruntersuchung und das Abheben von Wrackteilen setzten spezialisierten Offshore-Dive-Unit-Teams maßgeschneiderte Ausrüstungen und Hebesysteme ein. Parallel erfolgte eine Risikoanalyse sowie Echtzeit-Kommunikation zwischen dem Leitstand und den Tauchern.

B-17-Wrack untersucht mit DPAA-Hilfe: Bombenkammer leer, Sicherheit vollständig gewährleistet

Bei der Untersuchung unterstützte die DPAA das Projektteam mit spezialisierten Einsatzkräften und Detektionsgeräten. Ein strukturierter Messablauf ermöglichte die exakte Bestimmung des Bombenschachts im B-17-Wrack. Nach Absprache mit den Tauchern erfolgte das geordnete Öffnen der Luken zur Freilegung der inneren Kammern. Die visuelle Begutachtung ergab, dass keine explosiven Lasten mehr vorhanden waren. Daraufhin konnte die Gefahrenzone sofort als sicher erklärt und für nachfolgende Arbeiten freigegeben werden. Die Arbeitsschritte wurden streng protokolliert.

Keine Verzögerungen durch Kampfmitteluntersuchung: DolWin4-Projektplan bleibt unverändert weitgehend stabil

Dank der lückenlosen Dokumentation des explosionsfreien Status konnte Amprion unmittelbar den Sicherheitsperimeter um die Wrackstelle aufheben. Diese Entscheidung minimiert Kostenrisiken und verhindert finanzielle Belastungen durch Verzögerungen oder Nachprüfungen. Die rasche Freigabe ist zwingend für den termingerechten Bau der DolWin4-Offshore-Konverterplattform. Die Ergebnisse der Kampfmitteluntersuchung bilden das Fundament für den Anlagenbau. Die Netzanbindung wird voraussichtlich bis 2028 errichtet, um die pünktliche Inbetriebnahme sicherzustellen und garantiert eine stabile Einspeisung in das deutsche Höchstspannungsnetz.

Sedimentfreispülen und Offshore-Taucharbeiten ermöglichen sichere Untersuchung in 260-Metern Tiefe

Nach Abschluss der Kampfmitteluntersuchung stellten Rheinmetall und DPAA fest, dass sämtliche potenziellen Gefahren um das Wrack eines B-17-Bombers beseitigt sind. Dies ermöglicht Amprion eine ungehinderte Fortführung des DolWin4-Projekts ohne zeitliche Verzögerungen. Die präzise Freilegung und Begutachtung der Bombenkammer garantieren höchste Sicherheitsstandards. Gleichzeitig bietet das dokumentierte Befundmaterial wertvolle Anhaltspunkte zur Technologieentwicklung historischer Flugzeuge und bereichert wissenschaftliche Untersuchungen bis zur geplanten Netzaktivierung im Jahr 2028 nachhaltig. Es fördert interdisziplinäre Forschung und Bildung.

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