Tauchen auf den Similan Inseln

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Ein Genuss der Extraklasse erwartet den Taucher in den Unterwasserwelten des marinen Parks der Similan Inseln. Tauchen auf Similan bedeutet, einer spektakulären Welt unter Wasser zu begegnen!

Wie kommt man in den marinen Nationalpark Thailands?

Der 1982 gegründete 43. marine Nationalpark Thailands liegt vor der Küste von Khao Lak und Phuket. Von beiden Orten aus fahren täglich Tauchschiffe zum Tauchen auf Similan ab. Man sollte sich jedoch rechtzeitig vorab informieren, ob noch Plätze auf dem gewünschten Tauchschiff vorhanden sind, zumal die Tauchsaison nicht das ganze Jahr über andauert und Tauchen auf Similan sehr beliebt ist bei Tauchtouristen. Viele der Tauchtouristen kommen daher immer wieder nach Thailand, um die außergewöhnliche Unterwasserwelt zu betrachten.

In welchem Zustand ist die Unterwasserwelt?

Durch Raubfischerei, wie die Dynamitfischerei und die Schleppnetzfischerei wurden bereits in den 1980er Jahren große Teile der Unterwasserwelt empfindlich verletzt und dadurch wurde das Ökosystem vor den Similan Inseln sehr in Mitleidenschaft gezogen. Die Einrichtung eines Nationalparks und die Betreuung des Gebietes durch Parkranger trug sehr dazu bei, dieses Problem weitgehend zu beheben. Allerdings wurde der marine Park durch den Tsunami 2004 wiederum schwer erschüttert. Obwohl der Schaden Unterwasser nicht im Ansatz so schwerwiegend war wie an der Küste, wurde das Tauchen auf Similan dadurch zunächst zu einem schwierigen Unterfangen. Weite Teile der Unterwasserwelt, besonders die Korallen, waren durch die Flutwelle abgebrochen und mit Sand überschüttet worden.

Wie ist die Situation heute?

Heutzutage hat sich die Situation entschieden gebessert. Tauchen vor Similan ist wieder möglich geworden, da sich die Unterwasserwelt durch viel Schutzmaßnahmen weitgehend erholt hat. Sicherlich sind viele der Gebiete jedoch weiterhin stark beschädigt und unwiederbringlich zerstört worden, sowohl durch den Einfluss des Menschen als auch durch die Umweltkatastrophe 2004. Es gibt jedoch viele vielversprechende Projekte und Maßnahmen, die weiterhin bestehen und die dafür sorgen, dass sich der marine Park erholen kann. Tauchen auf den Similan Inseln wird so in den nächsten Jahren wieder an Attraktivität gewinnen können und es bleibt zu hoffen, dass sich die Unterwasserwelt nachhaltig erholen wird durch diese Maßnahmen. Auch die gefährdeten Völker der Region, wie zum Beispiel die Mauken, haben durch die Taucher auf den Similan Inseln in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit erhalten. Das Bewusstsein für die Gefährdung des Lebensraums der Tiere und Pflanzen hängt mit dem Fortbestand der indigenen Völker der Region eng zusammen. Besucher, die zum Tauchen auf die Similan Inseln kommen, können vor Ort das Ausmaß der Zerstörung durch Dynamitfischerei beispielsweise wahrnehmen. Die Mauken, welche vom Fischfang abhängig sind und oft nur wenig andere Einnahmequellen haben, werden von thailändischen Großfischereien genötigt, sich als billige Arbeiter in der Dynamitfischerei zu betätigen. Ein für die Unterwasserwelt, die Pflanzen, Tiere und die Taucher auf den Similan Inseln verheerender Teufelskreis.


Bildnachweis: © shutterstock – Titelbild Rich Carey

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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